Auch in der Folgezeit konnten sich viele private Unternehmen in diesen Bereichen etablieren.

Medizingeräte

Patientenraum

Die so gewachsenen und bestehenden Strukturen wurden letztendlich durch das nationalsozialistische Regime per sog. „Führererlass“ vom 10. November 1942 und Verordnung vom 10. Januar 1943 zerschlagen. Alle Hilfs- und Sanitätsorganisationen mit Ausnahme des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren nach 1933 verboten worden. Nun wurde der Krankentransport ausschließlich in die Hände des DRK gelegt. Erklärten sich private Anbieter nicht bereit unter Regie des DRK zu arbeiten, mussten sie Verträge eingehen, nach denen sie ihre Tätigkeit niederzulegen hatten und sie ihre Fahrzeuge und Ausrüstungen zu einem staatlich festgelegten Preis an das DRK zu verkaufen hatten.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Notfallrettung und Krankentransport in der DDR Monopolaufgabe des DRK. Erst nach der „Wende“ konnten sich dort private Unternehmer auch in Notfallrettung und Krankentransport betätigen und damit aktiv am gesellschaftlichem Umbau und der wirtschaftlichen Neugestaltung mitwirken.
In den alten Bundesländern wurden zwar bereits 1945 von den alliierten Militärbehörden Genehmigungen zur Durchführung von Krankentransporten erteilt, allerdings im süddeutschen Bereich ausschließlich an das DRK und im norddeutschen Raum ausschließlich an die Feuerwehr. Später wurden diese Genehmigungen auch auf die anderen Hilfsorganisationen (ASB, JUH, MHD) ausgeweitet. Privaten Anbietern gelang es nicht mehr die geschaffenen Strukturen entscheidend zu beeinflussen. Bis heute kann leider keinesfalls von einer Gleichbehandlung aller Dienstleistungsanbieter in den Bereichen Krankentransport und Notfallrettung gesprochen werden.